Mathias Bachmann – Archivseite zur Abstimmungskampagne vom 24. September 2017 https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch Mon, 04 Jun 2018 11:56:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.2.8 Kultur braucht breitere Vernetzung https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-braucht-breitere-vernetzung/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-braucht-breitere-vernetzung/#respond Mon, 04 Jun 2018 11:36:32 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3126 Spätestens bei der Abstimmung über den Kulturlastenausgleich im Kanton Schwyz haben Kulturschaffende erkannt, dass es ihnen an einer gemeinsamen Stimme fehlt. Das soll sich ändern.  

Mathias Bachmann, Erhard Sigrist und Jonathan Prelicz (v. l.) leiteten in Freienbach den ersten Ausserschwyzer Kulturtisch. Gemeinsames Ziel ist die bessere Vernetzung der Kulturschaffenden innerhalb des Kantons. Bild Hans Ueli Kühni

 

von Hans Ueli Kühni

Kurz nach der in den Augen von Kulturschaffenden verlorenen Abstimmung über den Kulturlastenausgleich hat sich ein Aktionskomitee gebildet, das die Kunstschaffenden im ganzen Kanton besser vernetzen will. Am Samstag haben sich die Mitglieder dieses Komitees beim ersten Ausserschwyzer Kulturtisch den interessierten Besuchern vorgestellt. Gleichzeitig wollten sie von den Kulturschaffenden und -engagierten erfahren, wie deren Befinden in kultureller Hinsicht ist und wie diese die Herausforderungen im Kanton Schwyz sehen.

Im Gegensatz zur Landwirtschaft hat Kultur keine Lobby 

Jonathan Prelicz, Erhard Sigrist und Mathias Bachmann – der Höfner Sebastian Rauchenstein war nicht anwesend – erklärten, wie es zu dieser Idee kam und machten auch eine Auslegeordnung der Situation im Schwyzer Kulturbereich. Im Moment sei es so, dass jeder sein eigenes Gärtlein bewirtschafte. Für Kultur gäbe es zu wenig Verständnis, und es fehle sowohl an Räumen für deren Präsentation als auch für deren Erstellung. Auch im Bereich der Musik gäbe es im ganzen Kanton keine einheitlichen Standards und Ausbildungsmöglichkeiten.

Kurz: Es fehle ein Kulturgesetz. In der Folge hatten die Anwesenden Gelegenheit, ihre Meinungen zum Thema Kultur und ihre Wertschätzung einzubringen. Das Aktionskomitee will die zahlreichen Vorschläge analysieren und dann ein Strategiepapier erarbeiten, damit auch die Kultur in zukünftigen politischen Diskussionen einen starken Vertreter hat.

Eine gleiche Veranstaltung fandkürzlich in Seewen statt, eine weitere gibt es am 24. August um 19 Uhr im KULT-TURM – einer Zwischennutzung auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik in Brunnen.

Hoefner Volksblatt, 04.06.2018 – 05

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Unsere Vereine schwächen? https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/unsere-vereine-schwaechen/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/unsere-vereine-schwaechen/#respond Fri, 25 Aug 2017 13:14:47 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2930 2013 sprachen sich die Regierung und der Kantonsrat für den Kulturlastenausgleich aus. Doch vier Jahre später soll nun alles anders sein, denn eine Mehrheit des Kantonsparlaments will diesen Kulturlastenausgleich kündigen. Diese Kurzschlusshandlung ist für mich nicht nachvollziehbar, da wir durch diesen Entscheid unsere Vereine unnötig schwächen.

So wird der Kanton künftig keinen roten Rappen für die Kulturförderung aus der Staatskasse bereitstellen und dafür den Lotteriefonds schröpfen. Dies mit ungeahnten Folgen für unsere Vereine, denn die drohende Mehrbelastung des Lotteriefonds gefährdet mittelfristig nicht nur die Förderung der Kunst. Viele Organisationen, welche einen wichtigen Beitrag für unseren Kanton leisten, können ohne die finanzielle Unterstützung durch den Lotteriefonds ihre Arbeit nicht im heutigen Rahmen weiterführen. Unzählige Schwyzer Vereine, in welchen wertvolle Freiwilligenarbeit geleistet wird, werden vom Lotteriefonds unterstützt.

Eine Kündigung des Kulturlastenausgleichs wäre ein Schuss ins Knie. Mit dieser vermeintlichen Sparmassnahme wird unsere Gesellschaft unnötig bestraft. Wir brauchen gut funktionierende Vereine. Sie gehören zu unserer Schwyzer Identität. Deshalb sage ich am 24. September NEIN zur Kündigung des Kulturlastenausgleichs.

Mathias Bachmann

Kantonsrat CVP

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Nein zur Schwächung unserer Identität https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nein-zur-schwaechung-unserer-identitaet/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nein-zur-schwaechung-unserer-identitaet/#respond Sat, 08 Jul 2017 08:13:29 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2650 Angeführt von verschiedenen Schwyzer Kulturschaffenden formiert sich ein breitabgestütztes Abstimmungskomitee, welches sich gegen den Abbau in der Kultur wehrt. Am Samstag 8. Juli wurde die Kampagne „Nein zum Kulturabbau“ zur kantonalen Abstimmung vom 24. September in Einsiedeln lanciert. Nicht nur der drohende Abbau in der Kultur machte den Anwesenden dabei Sorgen.

Fünf Referenten zeigten Anhand der Erfahrungen ihrer persönlichen Tätigkeiten auf, weshalb der Kulturlastenausgleich für den Kanton Schwyz wichtig ist und informierten die Anwesenden über die negativen Auswirkungen des drohenden Austritts. In seiner Eröffnungsrede rief der Kulturschaffende Erhard Sigrist zum gemeinsamen Engagement gegen den geplanten Kulturabbau auf. Alvaro Schoeck und André Ott referierten anschliessend eindrücklich über die Wichtigkeit des Kulturlastenausgleichs für den Kanton Schwyz. Dank der gegenwärtigen Regelung können kantonale Projekte lanciert werden und stehen nicht in der Konkurrenz zur überregionalen Kulturfinanzierung. Die Neuregelung wird beide Kulturbereiche mittelfristig in einen ungesunden Konkurrenzkampf bringen. In ihren Voten zeigten die drei Referenten auf, dass eine Kündigung nicht nur einen Einfluss auf die Finanzierung der interkantonalen Kultur hat, sondern auch ein schlechtes Zeichen gegenüber den Kulturschaffenden ist: „Die Kulturbeiträge müssten zukünftig vollständig aus den Mitteln des Lotteriefonds bezahlt werden. Innert weniger Jahre wären die Gelder in diesem Fonds aufgebraucht und die Kulturförderung müsste massiv gekürzt werden. Bereits jetzt leisten Schwyzer Kulturschaffende sehr viel Freiwilligendienst und nun soll auch noch diese unnötige Kündigung vollzogen werden.“

Die Kantonsräte Mathias Bachmann und Jonathan Prelicz sind im Kulturbereich tätig und unterstützen die Kampagne gegen den Kulturabbau. Sie betonten dabei, dass eine Kündigung des Kulturlastenausgleichs nicht nur für die Kulturschaffenden gefährlich ist: „Es gibt keine gesetzliche Grundlage, welche verhindern könnte, dass beim Sport, der Gesundheit, dem Sozialwesen, der Jugend und der Erziehung, der Bildung und der Forschung, der Umwelt und der Entwicklungshilfe sowie der Denkmalpflege abgebaut wird, wenn im Kulturbereich mehr Gelder aus dem Lotteriefond gesprochen werden müssen. Die Mehrbelastung des Lotteriefonds gefährdet so mittelfristig nicht nur die wichtige Förderung der Kultur, sondern auch die finanzielle Unterstützung weiteren bedeutenden Pfeiler unserer Gesellschaft.“, sorgen sich die beiden Kantonsräte. „Mittelfristig wird es voraussichtlich soweit kommen, dass sich der Regierungsrat überlegen muss, ob er Jugend- oder Sportverbände finanziell unterstützen möchte oder die Zahlung an die überregionalen Kultureinrichtungen weiterführt. Dies würde zu einer unnötigen Rivalität der unterschiedlichen Bereiche führen und schwächt die Identität unseres Kantons. Mit einem Nein in der Abstimmung im September setzen wir daher ein Zeichen für unsere Kultur.“

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