Leserbrief – Archivseite zur Abstimmungskampagne vom 24. September 2017 https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch Fri, 15 Sep 2017 09:36:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.2.8 Was läuft schief im Lande Schwyz? https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-laeuft-schief-im-lande-schwyz/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-laeuft-schief-im-lande-schwyz/#respond Fri, 15 Sep 2017 09:28:36 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3017 (Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen)

Mit dem Blick eines Aussenstehenden ist es schwer nachvollziehbar, warum der Kanton Schwyz aus der Kulturvereinbarung mit seinen urbanen Nachbarkantonen aussteigen will. Sind dafür wirklich finanzielle Gründe ausschlaggebend? Was ist mit den Meldungen über neu im Kanton Schwyz sich niederlassende Supermillionäre? Und brüstet sich nicht stellvertretend für den gesamten Kanton die Gemeinde Schwyz auf ihrer Webseite mit ihrem grossen Reichtum? „Zum typischen Charakter von Schwyz gehören aber nicht nur das historische Zentrum, sondern ebenso die am Rande des Dorfes verstreuten zahlreichen stattlichen Patrizierhäuser aus dem 17./18. Jh., teilweise kleine Schlösschen mit eigener Kapelle und Ringmauer. Insgesamt sind es an die dreissig dieser Prachtsbauten, die fast alle noch in Privatbesitz sind. Viele von ihnen sind Zeugen der einst blühenden Reisläuferei (fremde Kriegsdienste), die mancher Schwyzer Familie zu Ruhm und Reichtum verhalf.“ www.gemeindeschwyz.ch, unter Portrait, „Geschichte“.

Geld? Was läuft schief im Lande Schwyz, dass trotz der gloriosen Vergangenheit und den neoliberalen Lockrufen der gegenwärtigen Finanzpolitik gespart werden muss? Wollen sich die Erben der aristokratischen Eliten mit den weiterhin ertragreichen Ländereien hinter jenen Mauern verstecken, welche auf der blutigen Reisläuferei aufgebaut sind? Und sollen global operierende Konzerne dermassen begünstigt sein, dass Ihre lokale Wirkung viel zu klein bleibt? Verantwortung? Wenn ich hier nun „positive“ Nebenaspekte des Söldnertums erwähne, will ich keinesfalls die Ausbeutung der Untertanen durch die Kriegsherren verharmlosen. Ich möchte mit dem Heranziehen des internationalen Austausches, was diese Kriegsdienste bei aller Brutalität auch waren, auf die Offenheit und Neugier der Schwyzerinnen und Schwyzer hinweisen. Sie vermag Fremdes und Einheimisches auf eigenständige Art zu verbinden. War Schwyz als landwirtschaftlich ausgerichtete Voralpenregion mit wenig zählbaren Rohstoffen und Industrie nicht schon immer auf gute Kommunikationswege und Tauschhandel angewiesen? Wie sonst wäre das diatonische Akkordeon von Wien nach Schwyz gekommen und vor gar nicht langer Zeit zum sogenannten Schwyzerörgeli geworden? Will die rechtsbürgerliche Mehrheit in Regierung und Parlament die kulturelle Abschottung tatsächlich als zukunftsweisend anpreisen? Soll also dieser Austausch, wie er im wirtschaftlichen, technischen und kulinarischen Bereich als selbstverständlich gilt, in der Kultur plötzlich nicht mehr wichtig sein? Mit der Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen wird die Aushöhlung des Gemeinwesens zugunsten des Privatbesitzes fortgesetzt und das völlige Austrocknen des bereits kargen Nährbodens provoziert. Mit dem Anzapfen von Geldern aus dem Lotteriefonds würde die wichtige Basisarbeit in den Vereinen gefährdet. Die Unterstützung für Kunst, Jugendarbeit, Natur und Sport wäre damit in wenigen Jahren drastisch reduziert. Als Kunstschaffender konnte ich bereits mehrfach von der Schwyzer Kulturförderung profitieren. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die paradoxe Situation überwunden wird, in der man sich mit wahnwitzigem Reichtum brüstet, dem Gemeinwohl jedoch die wichtigen öffentlichen Ressourcen entzieht. Mit einem klaren NEIN zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen entscheiden sich die Schwyzerinnen und Schwyzer für ein vielfältiges und lebendiges Kultur- und Vereinsleben, das auch in Zukunft wachsen und blühen kann.

Bruno Steiner, Künstler, Basel, aus Schwyz

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Nochmaliger Aufruf an alle Frauen https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nochmaliger-aufruf-an-alle-frauen/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nochmaliger-aufruf-an-alle-frauen/#respond Thu, 14 Sep 2017 09:26:46 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3014 Liebe Schwyzer Frauen

jede Stimme zählt. “In einem Staat, wo das Geld alles ist, ist die Tugend nichts“, genauso schamlos kommen die beiden kantonalen Abstimmungsvorlagen daher. Entgegen der Meinung der FDP Parteipräsidentin ist es uns Frauen nicht egal aus welcher Kasse die überregionalen Kultureinrichtungen künftig finanziert werden. Die 15 Millionen! im Lotteriefonds sind dank dem Kulturlastenvertrag für die Bereiche Sport, Kultur und Sozialer Wohlfahrt bestimmt. Sie sind somit auf dem Buckel all Jener erwirtschaftet, die regelmässig, pflichtbewusst riesige Pensen an vorbildlicher Freiwilligenarbeit in diesen Gesellschaftsbereichen erbringen. Leistungen die ohne das Mitwirken von uns Frauen schlicht nicht getätigt werden könnten und uns alle bis ans Limit fordern. Es braucht schon ein beträchtliches Mass an Borniertheit diese Gelder nun quasi durch die Hintertüre der leeren Staatskasse zu zuführen. Dabei ist es müssig Frau Parteipräsidentin über den Wert der Kultur zu lamentieren. Der reiche Kanton Schwyz steht punkto Kulturförderung fast an letzter Stelle, foutiert sich darum überregionale Kultureinrichtungen zu unterstützen, bezahlt null Franken an die regionalen Musikschulen, Kulturräume oder geeignete Lokalitäten sind rar und grossmehrheitlich für jegliche Art der Benützung kostenpflichtig. Es versteht sich von selbst, dass da jede gesicherte Hilfe und Unterstützung Gold wert ist. Kultur ist Bildung und somit Staatsauftrag, genauso wie die Fürsorge für Bedürftige auch!

Unsere Regierung verdient keinen Blankoscheck zum Zugriff auf die Gelder aus dem Lotteriefonds. Sie handelt weder verantwortungsvoll noch ist sie glaubwürdig. Sie hat es geschafft innert kürzester Zeit fast das gesamte Staatsvermögen zu verschleudern ohne nennenswerten Gewinn für die Bevölkerung. Mit dem NFA entgehen dem Kanton Millionenbeträge zu Lasten Aller. Trotzdem scheut man sich die eigentlichen steuerprivilegierten Verursacher zur Kasse zu bitten. Nun, als der Weisheit letzter Schluss sollen jetzt die Vereinskassen von Kultur und Sport und den sozialen Organisationen geplündert werden; Gelder die der Entwicklung, der Gesundheit und dem Wohle von Klein und Gross, Jung und Alt zu Gute kommen. Jetzt reicht’s!

Liebe Schwyzer Frauen, zusammen mit Allen die sich unermüdlich für eine lebendige und wertvolle Dorfkultur und echten Gemeinschaftssinn einsetzen sagen wir entschieden NEIN zum miesen Kulturabbau im reichen Kanton Schwyz. Wir sagen ebenfalls klar NEIN zur Gesetzesaufhebung für die Wohnbauförderung, damit auch den Schwächsten in unserer Gesellschaft ein selbstbestimmtes Leben in Würde möglich ist.

Schönbächler Theres Siebnen / Mitglied Blasorchester Siebnen & Frauengemeinschaft Siebnen.

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Was meint „Schindellegi“ zum Kulturabbau? https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-meint-schindellegi-zum-kulturabbau/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-meint-schindellegi-zum-kulturabbau/#respond Wed, 13 Sep 2017 19:59:44 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3011 Er war einer der meist beachteten Presse-Artikel im August: Das in der „Bilanz“ 8/2017 erschienene Dorf-Portrait über Schindellegi als neues Schweizer Machtzentrum der Hochfinanz und „Hotspot der Schweizer Wirtschaftselite“. Als da wohnen (bzw. steuern): Klaus Michael Kühne und Jörg Wolle (K&N), Urs Wietlisbach (Partners Group), Sergio Marchionne (SGS, Fiat-Chrysler), Jaqueline Dornonville de la Cour (Vontobel), Robert Spoerry und Andy Rihs (Sonova/Phonak), Marie-Christine Firmenich (Aromen), Hans-Thomas Gross (RunningBall), Katharina Liebherr (FC Southampton), Ingo Heidbrink (Erotik), Boris Collardi (Julius Bär); dazu natürlich in der Filiale Feusisberg weitere Grössen aus Flugzeugbau, Immobilien, ABB und Glencore…

Angesichts des von der FDP/SVP-Mehrheit im Kantonsrat erzwungenen Kultur-Abbaus und der Einstellung der Förderung günstigen Wohnraums für Bedürftige stellen sich rund um das laut Bilanz regelmässig versammelte „Schindellegi-Feusisberg-Network“ doch einige Fragen:

-Nimmt dieser erlauchte Kreis (auch wenn er nicht nur aus stimmberechtigten Schweizer Bürgern besteht) Kenntnis von den unsäglich kleinlichen, ja kontraproduktiven Sparbemühungen des Schwyzer Kantonsparlamentes?

-Wie fühlt sich die mächtige Schindellegler Gruppe angesichts des Missverhältnisses, dass sie und ihre Tiefsteuer-Interessen von der besagten Parlaments-Mehrheit durch alle Böden verteidigt werden, aber bei Bedürftigen oder Gesellschaftsbereichen ohne Fäden zu FDP und SVP eingeschränkt und abgebaut wird?

-Gerade weil einige des Schindellegler Kreises privat die Kultur fördern, Kultur somit als gesellschaftliche Aufgabe anerkennen: Ist ihnen wohl, dass das Steuerparadies Schwyz künftig keinen einzigen Rappen Kulturförderung mehr verlässlich aus dem ordentlichen Kantonsbudget leisten soll? Sondern nur noch von Fall zu Fall aus dem Lotterie-Fonds?

„Schindellegi-Feusisberg-Networker“ – ist es euch wirklich wohl in einem solchen Kanton? Oder gälte es nicht doch eher, am 24. September 2017 mit zwei kantonalen Nein den richtigen Massstab zu setzen?

Otto Kümin, Pfäffikon (alt Schindellegler)

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NEIN zum Kulturabbau https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nein-zum-kulturabbau/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nein-zum-kulturabbau/#respond Mon, 11 Sep 2017 20:41:43 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3000 (Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen)

Seit einem Jahr lebe ich in Hannover (DE). Dort studiere ich Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien im dritten Semester. Aufgewachsen bin ich aber in Schindellegi und Einsiedeln. Dass ich über Umwege zum Schauspiel gekommen bin, hat diverse Ursachen und Gründe. Ganz entscheidend auf diesem Weg waren aber schwyzer Vereine wie die Theatergesellschaft Alpthal und die Bühne 66 in Schwyz, als auch ausserschwyzer Institutionen wie das Schauspielhaus Zürich oder das Theater Luzern. Es war enorm wichtig in meiner Kindheit und Jugend die Laien und Profis auf all diesen Bühnen zu sehen, die Chance zu haben, Schauspieler beim Arbeiten zu sehen.

Am 24. September stimmen wir darüber ab, ob wir aus dem Kulturlastenausgleich aussteigen und den bisherigen Betrag von ca. 2 Millionen nicht mehr aus dem kantonalen Budget bezahlen. Dieses Geld geht etwa an das Schauspielhaus und die Oper in Zürich und das Theater Luzern und entspricht dem effektiven Aufwand durch schwyzer Besucher. Der Regierungsrat will diesen Betrag nun freiwillig machen und aus dem Lotteriefond bezahlen, der dadurch innerhalb weniger Jahre ausbluten würde. Darunter leiden neben Kultur auch diverse andere Vereine im Bereich Naturschutz, Gesundheit und Sport. Auch alle jene Vereine und Institutionen, die entscheidend zu meinem Werdegang geführt haben. Deshalb ein klares NEIN zum Kulturabbau im Kanton Schwyz am 24. September.

Lukas Beeler, Einsiedeln/Hannover, Schauspieler

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Ein komplizierter Titel für eine einfache Sache! https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/ein-komplizierter-titel-fuer-eine-einfache-sache/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/ein-komplizierter-titel-fuer-eine-einfache-sache/#respond Fri, 08 Sep 2017 07:26:19 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2991 Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen.

Der Kanton Schwyz rühmt sich gerne seiner attraktiven Standortqualität. Aspekte dieser sind unter anderem eine lokale kulturelle Vielfalt und ein intaktes Landschaftsbild. Dazu kommt die Möglichkeit, in den umliegenden Zentren ein grossartiges Kulturangebot nutzen zu können. Das ist uns viel Wert.

Nun sollen die 1,8 Mio. Franken die uns der Beitrag an das reiche kulturelle Angebot der umliegenden Kantone Wert ist, aus dem Budget gestrichen werden. Dafür wird dieses Geld dem Lotteriefonds entnommen – der Ressource, welche zur lokalen kulturellen Vielfalt beiträgt. Damit wird vielen Freiwilligen-Organisationen dieses Geld entzogen! Es ist wie wenn der Vater sich verschuldet hat und nun das Geld aus dem Kässeli der Kinder nimmt! Das geht doch nicht, sagt da Jedermann. Also müssen auch wir zu dieser Scheinverbesserung des Budgets zu Lasten kleiner, lokaler Vereine klar „Nein“ sagen.

Robert Bachmann, Wollerau

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Vereinssterben beschleunigen? https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/vereinssterben-beschleunigen/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/vereinssterben-beschleunigen/#respond Wed, 06 Sep 2017 16:53:18 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2989 Zur Abstimmung über den Kulturlastenausgleich

Am 24. September versucht die Regierung die Kulturvereinbarung, welche mit einigen Kantonen läuft, aufzuheben. Das Geld, ca. 1.8 Mio. Franken jährlich, soll jedoch auch in Zukunft ausbezahlt und darum dem kantonalen Lotteriefonds abgezogen werden. Somit würde die Kündigung der Kulturvereinbarung zu Lasten aller Vereine, Projekte und Organisationen unseres Kantons gehen, welche beim Lotteriefonds Gelder beantragen können. Viele Projekte, die jetzt durch den Lotteriefond realisiert werden konnten, sind dadurch in Zukunft nicht mehr oder zumindest schwieriger umsetzbar. Es ist also sicher nicht aus der Luft gegriffen, dass diese Kürzung beim Lotteriefonds das Vereinssterben noch weiter ankurbeln würde. Der Spar- und Abbaukurs schreitet im Kanton leider schon seit einiger Zeit voran. Doch speziell bei der Bildung, den Freizeitaktivitäten und der Förderung von Kindern und Jugendlichen soll meiner Meinung nach nicht gekürzt werden.

Somit bitte ich Sie, im Namen der Vereine und der Kinder- und Jugendförderung, am 24. September den Vorschlag zur „Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen“ abzulehnen.

David Heinzer
Kantonsleitung Jungwacht Blauring Uri Schwyz, Muotathal

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Dringender Aufruf an alle Schwyzer Frauen https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/dringender-aufruf-an-alle-schwyzer-frauen/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/dringender-aufruf-an-alle-schwyzer-frauen/#respond Mon, 04 Sep 2017 08:00:08 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2982 Liebe Schwyzer Frauen

wir sind aufgerufen über die Kündigung des Kulturlastenausgleichs abzustimmen. Der Eindruck, es gehe hier lediglich um ein bisschen (elitäre)Kultur und welche Kasse diese leidigen Kosten künftig finanzieren soll, greift zu kurz. Fakt ist, der reiche Kanton Schwyz foutiert sich drum seinen Pflichtteil an die Zentrumslasten der Städte Zürich und Luzern zu leisten. Ignoriert dabei die Wichtigkeit dieser überregionalen Kultureinrichtungen für Schwyzer Studierende in der Sparte Kunst, Musik und Theater. Das ist der eine Punkt. Der zweite; einer leeren Staatskasse steht ein ordentlich gefüllter Kulturtopf gegenüber dank der Geldmittel aus dem Lotteriefonds. So simpel betrachtet versteht man warum die Regierung auf die Schnapsidee kommt, Gelder aus dem Lotteriefonds künftig dem Staatshaushalt zu zuführen. Erklärt auch, warum im Kulturtopf so kräftig Mittel angespart und gehortet werden. Vergisst allzu gerne, dass die Gelder aus dem Lotteriefonds nicht nur der Kultur sondern auch dem Sport und der Sozialen Wohlfahrt zu Gute kommen. Lastenverschiebung nennt sich dieses dreiste Behördenspielchen! Dreist darum, weil uns Eseln/Eselinnen buchstäblich das Fressen vom Maul abgespart wird, aber immer mehr Lasten aufgebürdet werden. Sind es exakt die Bereiche Sport, Kultur und Soziales wo eine hohe Eigenverantwortung und riesige Pensen an Eigenleistung gefordert ist, bevor überhaupt wohldosiert Gelder gesprochen werden. Freiwilligenarbeit, die ohne aktives Mitwirken von uns Frauen schlicht nicht geleistet werden könnte. Schon jetzt switchen wir Frauen pausenlos zwischen den häuslichen Pflichten, der Fürsorge und Betreuung von Angehörigen, dem Arbeitsplatz und den öffentlichen Gesellschaftsbereichen; in immer schwierigerem Gesellschafts- und Wirtschaftsumfeld. Bewähren uns in einem immensen Spannungsfeld das uns Einiges, oft Alles abverlangt und darum jede Hilfe und Unterstützung Gold wert ist. Unterstützung, die unter dem rigiden Spardiktat der Regierung kontinuierlich und still abgebaut wird, mit happigen Konsequenzen für uns persönlich und unser gesamtes Lebensumfeld. Jetzt reicht’s! Genug der Eseleien! Lassen wir uns nicht weiter aushungern. Sorgen wir dafür dass die Gelder aus dem Lotteriefonds im Kanton bleiben und wie bisher (Besitzstandwahrung) den Vereinen von Kultur und Sport, den Organisationen zum Wohle unserer Kinder, der Jugend, den Behinderten und alten Menschen zu Gute kommen. Sie sind unverzichtbarer Garant für eine Vielfalt lebendiger, wertvoller und unbezahlbarer Dorfkultur und Gemeinschaftssinn. Unsere Regierung verdient keinen Blanckocheck zum Zugriff auf diese Gelder. Sie ist weder glaubwürdig noch verantwortungsvoll und schon gar nicht verlässlich.

Die  Wertschätzung und der Respekt gegenüber dem gemeinen Volk tut schon lange weh, ii-aahh! Liebe Schwyzer Frauen jede Stimme zählt! Machen wir uns nicht selber zu Verlierern und sagen geschlossen NEIN und nochmals NEIN zum miesen Kulturabbau im reichen Kanton Schwyz. Und sagen ebenfalls nein zur Gesetzesaufhebung für die Wohnbauförderung, diese gehört ins selbe schäbige Kapitel!

Schönbächler Theres, Siebnen
Mitglied Blasorchester Siebnen & Frauenverein Siebnen

 

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Was stimme ich kantonal? https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-stimme-ich-kantonal/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-stimme-ich-kantonal/#respond Mon, 04 Sep 2017 07:34:57 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2979 (Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen)

Die Abstimmungsunterlagen sind da, und bei der nationalen Frage um die Altersvorsorge spüren Sie eine Tendenz zum Ja oder Nein, weil Sie schon einiges gelesen und gehört haben. Aber die kantonalen Vorlagen? Worum geht es da eigentlich?

Eine knappe Mehrheit des Kantonsrats hat beschlossen, in Zukunft keine Steuergelder mehr für Kultur auszugeben. Zwar soll weiterhin Geld für Kultur fliessen, aber aus dem Lotteriefonds, der verschiedenen gemeinnützigen Zwecken dient und in einigen Jahren leer sein könnte.

Gemeinden und Bezirke haben selbstverständlich Budgetposten für Kultur, weil Kultur ein wichtiger Teil unserer Lebens- und Standortqualität ist. Warum soll das beim Kanton Schwyz – als beinahe einzigem Kanton in der Schweiz – anders sein? Warum gewährt der Kantonsrat lieber grosszügige Steuerrabatte an Firmen und Grossverdiener und knausert dafür bei der Kultur und bei der Wohnbauförderung?

Ich mache bei diesem Spiel nicht mit und stimme kantonal zweimal Nein.

Guy Tomaschett, Kantonsrat, Freienbach

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Nein zu weiterem Abbau https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nein-zu-weiterem-abbau/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nein-zu-weiterem-abbau/#respond Fri, 01 Sep 2017 15:02:29 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2972 Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen

Am 24. September 2017 stimmen wir Schwyzer StimmbürgerInnen darüber ab, ob die Gelder für die überregionalen Kultureinrichtungen (z.B. KKL, Schauspielhaus etc.) in Zukunft aus dem Lotteriefonds oder weiterhin aus dem ordentlichen Kantonsbudget bezahlt werden. Der Regierungsrat bevorzugt, die knapp 2 Millionen Franken an den Lotteriefonds abzutreten, der momentan rund 15 Millionen Franken beinhaltet. Mit den Förderbeiträgen aus diesem Fonds werden neben den kantonalen Kulturschaffenden eine Vielfalt an Vereinen, Organisationen und Projekten im Bereich Sport, Jugend, Gesundheit, Denkmalpflege, Natur- und Heimatschutz und Entwicklungszusammenarbeit unterstützt. Wird der Lotteriefonds mit den jährlich ca. 1.8 Millionen Franken zusätzlich belastet, ist das Geld in wenigen Jahren aufgebraucht und bei der Unterstützung für die Kultur, die Jugendorganisationen, für die Sportförderung etc. muss massiv gestrichen werden. Will heissen: Irgendwo trifft diese Kündigung jede_n von uns, welche_r sich in einem Verein oder einer Organisation engagiert und wichtige gesellschaftliche Freiwilligenarbeit leistet. Zudem ist es schon bedenklich genug, dass wir in puncto Kulturförderung von allen Kantonen der Schweiz fast an letzter Stelle stehen. Aus all diesen Gründen lege ich ein entschiedenes NEIN zu dieser weiteren Abbaumassnahme in die Urne.

Thomas Büeler, Vorstandsmitglied Juso Kanton Schwyz, Lachen

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Falsches Signal https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/falsches-signal/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/falsches-signal/#respond Thu, 31 Aug 2017 15:24:30 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2967 (Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen)

Der Regierungsrat schlägt vor, die Vereinbarung mit den anderen Kantonen über die Beiträge an die überregionalen Kultureinrichtungen zu kündigen und die bisher aus der Staatskasse bezahlten Kulturbeiträge zu streichen. Dafür will er die Summe von ca. 2 Mio. Franken, die sich im Übrigen aus der tatsächlichen Nutzung des ausserkantonalen Kulturangebots durch Schwyzerinnen und Schwyzer errechnet, künftig aus dem Lotteriefonds als ‚freiwilligen Beitrag’ leisten.

Auf den ersten Blick scheint das nicht dramatisch – die Mittel werden eben aus einem anderen Topf bereitgestellt. Dennoch wäre es unserer Meinung nach eine fatale Entscheidung und ein falsches Signal. Denn erstens hätte diese ‚freiwillige’ Zahlung dann keine bindende Grundlage mehr und läge allein in der Kompetenz des Regierungsrates, dessen künftige Zusammensetzung ja nicht vorhersehbar ist. Und falls die Mittel im Lotteriefonds plötzlich knapper würden als heute vermutet, wer garantiert dann, dass die ‚freiwillige’ Zahlung nicht doch plötzlich eingestellt würde. Die Folge wäre ein Imageschaden für den Kanton Schwyz, dessen Bürgerinnen und Bürger ja zweifellos von renommierten Kultureinrichtungen wie dem KKL oder dem Zürcher Schauspielhaus sehr profitieren.

Zweitens behauptet der Regierungsrat, der Lotteriefonds hätte genügend Reserven und die Förderung kantonaler Vereine, Kultureinrichtungen und Initiativen würde in bisherigem Umfang aufrechterhalten. Dies gilt freilich nur, wenn die Reserven massiv angegriffen werden – denn 2 Mio. jährlich Mehrbelastung sind schliesslich kein Pappenstiel. Wenn in einigen Jahren die Reserven dann gehörig geschrumpft sind, steht zu befürchten, dass auch die kantonale Kulturförderung kürzer treten muss – der Lotteriefonds ist ja wohl kein Füllhorn, das je nach Bedarf beliebig viele Mittel ausschüttet.

Freilich steht zu befürchten, dass eine vorausschauende Kulturpolitik auf der Agenda vieler Politiker ganz hinten steht, Kultur ist für viele im besten Falle nice to have, im Regelfall aber ein entbehrlicher Luxus, auf den man auch verzichten kann. Der Gedanke, dass ein Staatswesen ohne das lebendige Gewebe dessen, was man ‚Kultur’ nennt und das vom Amateurtheater über Musikervereine und Künstlerstipendien bis zum Opernhaus reicht, letztlich verödet, kommt diesen Repräsentanten wohl kaum. Deshalb hoffen wir, dass das Stimmvolk an der Urne deutlich macht, dass es das reiche Vereins-und Kulturleben im Kantons Schwyz sowie die Nutzung ausserkantonaler Kultureinrichtungen auch in Zukunft gesichert sehen möchte und deshalb ein deutliches ‚Nein’ zum geplanten Kulturabbau sagt.

Klaus Opilik, Schwyz
Verantwortlicher für Kultur am Kollegi und Spielleiter des Kollegitheaters

Lydia Opilik, Schwyz
Präsidentin des Vereins ‚Kulturschock’

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