Medien – Archivseite zur Abstimmungskampagne vom 24. September 2017 https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch Mon, 04 Jun 2018 11:56:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.2.8 Kultur braucht breitere Vernetzung https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-braucht-breitere-vernetzung/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-braucht-breitere-vernetzung/#respond Mon, 04 Jun 2018 11:36:32 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3126 Spätestens bei der Abstimmung über den Kulturlastenausgleich im Kanton Schwyz haben Kulturschaffende erkannt, dass es ihnen an einer gemeinsamen Stimme fehlt. Das soll sich ändern.  

Mathias Bachmann, Erhard Sigrist und Jonathan Prelicz (v. l.) leiteten in Freienbach den ersten Ausserschwyzer Kulturtisch. Gemeinsames Ziel ist die bessere Vernetzung der Kulturschaffenden innerhalb des Kantons. Bild Hans Ueli Kühni

 

von Hans Ueli Kühni

Kurz nach der in den Augen von Kulturschaffenden verlorenen Abstimmung über den Kulturlastenausgleich hat sich ein Aktionskomitee gebildet, das die Kunstschaffenden im ganzen Kanton besser vernetzen will. Am Samstag haben sich die Mitglieder dieses Komitees beim ersten Ausserschwyzer Kulturtisch den interessierten Besuchern vorgestellt. Gleichzeitig wollten sie von den Kulturschaffenden und -engagierten erfahren, wie deren Befinden in kultureller Hinsicht ist und wie diese die Herausforderungen im Kanton Schwyz sehen.

Im Gegensatz zur Landwirtschaft hat Kultur keine Lobby 

Jonathan Prelicz, Erhard Sigrist und Mathias Bachmann – der Höfner Sebastian Rauchenstein war nicht anwesend – erklärten, wie es zu dieser Idee kam und machten auch eine Auslegeordnung der Situation im Schwyzer Kulturbereich. Im Moment sei es so, dass jeder sein eigenes Gärtlein bewirtschafte. Für Kultur gäbe es zu wenig Verständnis, und es fehle sowohl an Räumen für deren Präsentation als auch für deren Erstellung. Auch im Bereich der Musik gäbe es im ganzen Kanton keine einheitlichen Standards und Ausbildungsmöglichkeiten.

Kurz: Es fehle ein Kulturgesetz. In der Folge hatten die Anwesenden Gelegenheit, ihre Meinungen zum Thema Kultur und ihre Wertschätzung einzubringen. Das Aktionskomitee will die zahlreichen Vorschläge analysieren und dann ein Strategiepapier erarbeiten, damit auch die Kultur in zukünftigen politischen Diskussionen einen starken Vertreter hat.

Eine gleiche Veranstaltung fandkürzlich in Seewen statt, eine weitere gibt es am 24. August um 19 Uhr im KULT-TURM – einer Zwischennutzung auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik in Brunnen.

Hoefner Volksblatt, 04.06.2018 – 05

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-braucht-breitere-vernetzung/feed/ 0
«Kultur macht uns zu dem, was wir sind» https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-macht-uns-zu-dem-was-wir-sind/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-macht-uns-zu-dem-was-wir-sind/#respond Fri, 01 Jun 2018 11:24:06 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3121

Morgen findet in Freienbach der erste kantonale Kulturtisch in Ausserschwyz statt. Aus den Rückmeldungen wird ein Strategiepapier hergestellt, das die Schwyzer Kultur weiterbringen soll.

Sebastian Rauchenstein Bild zvg

Morgen findet der kantonale Kulturtisch in Freienbach statt.Was ist das genau?
Ein Treffen von Kulturliebhabenden. Sie vernetzen sich und tauschen sich über die Bedürfnisse der Kulturschaffenden im Kanton Schwyz aus. Am Kulturtisch geht es darum, das Aktionskomitee vorzustellen und gemeinsame Themen zu finden, bei welchen sich die Kulturschaffenden zukünftig engagieren möchten. Weiter werden Pläne geschmiedet, wie und wo das Aktionskomitee vorgehen soll.Eigentlich ist e! s eine geführte Diskussionsrunde und eine Denkwerkstatt rund um das Thema Kultur im Kanton Schwyz.

 

Wer ist alles eingeladen?
Egal ob Kulturschaffende, Kulturliebhaber oder Politiker. Alle sind eingeladen. Wir freuen uns auf möglichst viele Mitdenker.

 

Wer lanciert den Kulturtisch?
Das Aktionskomitee Schwyz Kultur. Es entstand aus dem «Komitee gegen Kulturabbau» im Vorfeld der Abstimmung vom letzten Herbst. Man entschied sich gezielt, zuerst in einer kleinen Gruppe organisatorisch tätig zu sein. Ausser den beiden Vorsitzenden, Jonathan Prelicz und Erhard Sigrist, gehören auch Mathias Bachmann und ich als Finanzverantwortlicher zur Kerngruppe.
 
Der erste Kulturtisch in Seewen fand bereits Mitte Mai statt. Wie war d! er Anlass?
Gut, wir erhielten viele! positiv e Rückmeldungen. Die Themen waren analog zum morgigen Kulturtisch: Vernetzen, Vorstellen, Themen suchen. Die anwesenden Kulturschaffenden begrüssten die Stossrichtung des Aktionskomitees.

Konnten bereits erste Schwerpunkte generiert werden?
Nein, wir möchten die Rückmeldungen aus Freienbach abwarten, bevor wir konkrete Schwerpunkte setzen. Im inneren Kantonsteil wurden vor allem folgende Themen diskutiert: Kulturräume im Kanton, Vernetzung unter den Kulturschaffenden,fehlende Infrastrukturen und die Musikschullandschaft. Mit den Rückmeldungen der Anlässe von Seewen und Freienbach erstellt das Aktionskomitee ein gemeinsames Strategiepapier.

Was bedeutet Ihnen die Kultur?
Kultur ist ein wichtiger Teil unserer Identität und macht uns Menschen zu dem, was wir sind. Die Pflege von Bräuchen, gesellschaftlichen Anlässen, Musik, Theater, Sport, Literatur, das Schaffen von Neuem und die Auseinandersetzung mit bereits Existierendem sind gerade heute unerlässlich. Leistungsdruck, gesellschaftliche und finanzielle Zwänge prägen uns stark – da bildet die Teilnahme am kulturellen Leben eine wichtige, ausgleichende Rolle. Als Kulturschaffende pflegen wir die Kulturlandschaft in unserer Umgebung und versuchen, sie vielseitig und stets zugänglich zu machen.

Wie geht es in Zukunft weiter?
Der nächste Kulturtischtermin ist bereits in Planung und wird am 24. August im Raum Brunnen stattfinden. Bis dahin möchten wir die Rückmeldungen schon ausgewertet haben und das Strategiepapier präsentieren.

Kulturtisch am Samstag, 2. Juni, 13.30 Uhr, Restaurant «Ried», Freienbach.
Bei Interesse und Fragen: aktionschwyz@gmail.com

 

 

mit Sebastian Rauchenstein sprach Patrizia Pfister
Hoefner Volksblatt, 01.06.2018 – 03

]]> https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-macht-uns-zu-dem-was-wir-sind/feed/ 0 Den «wilden Haufen» besser organisieren https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/den-wilden-haufen-besser-organisieren/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/den-wilden-haufen-besser-organisieren/#respond Mon, 14 May 2018 07:39:53 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3107
Drei der vier Initianten für eine künftig gemeinsame, wirkungsvolle Kulturpolitik (von links): Kantonsrat Mathias Bachmann, der Kunstschaffende Erhard Sigrist und Kantonsrat und Musiker Jonathan Prelicz.

Der Kulturbetrieb im Kanton Schwyz ist vielseitig, bunt, innovativ, aber damit auch sehr heterogen. Darum soll nun eine gemeinsame, kantonale Kulturpolitik ermöglicht werden. Ein «Aktionskomitee Schwyz Kultur» hat die Arbeit dazu aufgenommen.

Das Musterbeispiel war die Abstimmung vom Herbst 2017 über den Kulturlastenausgleich. Damals hat das Volk, relativ knapp mit 55 Prozent, beschlossen, den bisherigen Kulturlastenausgleich zu kündigen. Das heisst: Schwyz bestreitet all seine Kulturausgaben nur noch aus dem Lotteriefonds. Aus allgemeinen Mitteln wird gar nichts mehr investiert. Dass diese Abstimmung so ausgegangen ist, wird von der Kulturszene vor allem auch darauf zurückgeführt, dass eine einheitliche kulturpolitische Stimme und das gemeinsame Podium gefehlt haben.

Es soll eine Kulturlobby entstehen

Dem soll nun abgeholfen werden. Dazu hat sich ein Aktionskomitee gebildet, das den Weg zu einer gemeinsamen Kulturpolitik eingeschlagen hat. Das Komitee will möglichst alle kulturellen Aktivitäten und Organisationen vernetzen, den Austausch fördern und die kulturpolitische Zusammenarbeit ermöglichen. Der bisherige «wilde Haufen» soll einen gemeinsamen Auftritt erhalten. Das Aktionskomitee ist überparteilich, wird sich nur zu Kulturfragen äussern und mit dem Verein SchwyzKulturPlus zusammenarbeiten. Dem Kernteam gehören derzeit Kantonsrat Mathias Bachmann, Küssnacht, Kantonsrat Jonathan Prelicz, Arth, der Medien- und Design-Künstler Erhard Sigrist, Arth, und der Musiker Sebastian Rauchenstein, Wollerau, an.

Raumangebot ist schlecht vernetzt und zu teuer

An einem erstmals durchgeführten «kantonalen Kulturtisch» am Wochenende in Seewen ist eine Auslegeordnung dazu gemacht worden. Diese zeigte exemplarisch auf, wo die Probleme im kulturellen Alltag liegen. So wurde festgestellt, dass zwar in den meisten Gemeinden genügend Räumlichkeiten für den Kulturbetrieb zur Verfügung stünden, diese aber oft nicht bezahlbar seien oder dann die Infrastruktur fehle, wie Jonathan Prelicz und Erhard Sigrist schilderten. Als kritisches Beispiel wurde erwähnt, dass das Blasorchester Siebnen, aktuell die schweizweit beste Harmoniemusik in der Höchstklasse, in einer Turnhalle konzertieren muss. Oder dass in ganz Innerschwyz nur noch eine einzige Galerie besteht. Es gehe also um die bessere Vermittlung von Räumen und zahlbare Mieten.

Sport kann seine Interessen viel besser umsetzen

Mehrfach wurde am Tischgespräch darauf hingewiesen, dass es auch an der Wertschätzung für die kulturellen Aktivitäten fehle. Darum sei es zentral, dass die Kulturwahrnehmung und das Kulturbewusstsein gefördert würden. Es sei ein Imageproblem, das gelöst werden müsse. Als Vergleich wurde auf die Stellung und Wertschätzung des Sports hingewiesen. Genau das Gleiche müsse auf kantonaler und kommunaler Ebene auch die Kultur erreichen.

Handlungsbedarf wurde weiter bei den Musikschulen festgestellt, die je nach Gemeinde und Trägerschaft sehr unterschiedliche Angebote bieten. Es herrsche ein grosses Durcheinander, es fehle eine einheitliche Regelung und sogar ein kantonaler Auftrag, erklärte Ma­thias Bachmann. Das führte dazu, dass heute Jugendliche je nach Wohnort ganz verschiedene Chancen für Musikunterricht hätten. Zudem wurde die Frage besprochen, warum die an einzelnen Musikschulen angebotenen Fächer Tanz und Theater nicht überall umgesetzt werden.

Zu viele Vorschriften und Auflagen für Veranstalter

Dass ohne die ehrenamtliche Arbeit von Tausenden von Kulturschaffenden nichts mehr gehen würde, darüber war sich der Kulturtisch einig. Daran soll auch nichts geändert werden. Hingegen wurde es als grosse Gefahr bezeichnet, dass die Vereine und Veranstalter mit immer mehr Auflagen, Vorschriften und höheren Mietkosten und damit Risiken belastet werden. Dies halte letztlich davon ab, dass überhaupt noch Veranstaltungen durchgeführt würden.

In diesem Zusammenhang wurde festgehalten, dass «Kultur von unten kommen muss», weil sie so besser getragen werde. Darum habe es die neue Bewegung nicht zwingend auf ein Kulturgesetz abgesehen, bestätigte Bachmann. Auch ein Kunsthaus oder ein Kulturhaus werden nicht gefordert.

 

Hinweis

Der nächste kantonale Kulturtisch für die Region Ausserschwyz findet am Samstag, 2. Juni, in Freienbach statt.

 

Josias Clavadetscher
Bote der Urschweiz, 14.5.2018

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/den-wilden-haufen-besser-organisieren/feed/ 0
Erster Kulturtisch diesen Samstag https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/erster-kulturtisch-diesen-samstag/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/erster-kulturtisch-diesen-samstag/#respond Fri, 11 May 2018 08:07:29 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3101

Kanton Für alle Kulturinteressierte: Am Samstag findet in Seewen erstmals der kantonale Kulturtisch statt.

Am Samstag, 12. Mai, findet von 13.30 bis 17 Uhr im «Gaswerk», Seewen, der erste kantonale Kulturtisch statt. Das Aktionskomitee Schwyz Kultur lädt alle Kulturschaffenden und Kulturinteressierten zu dieser Veranstaltung ein.

Der Kulturtisch ist eine Einladung an Kulturschaffende und -interessierte, die überzeugt sind, dass die Beibehaltung des kulturpolitischen Status quo im Kanton Schwyz keine Alternative sein kann und dass eine aktive Schwyzer Kulturpolitik nötig ist.

Erhard Sigrist und Jonathan Prelicz vom Aktionskomitee führen die Idee des Kulturtisches wie folgt aus: «Kulturschaffenden und kulturpolitisch Interessierten bietet der Kulturtisch die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam Herausforderungen anzugehen.»

Netzwerk für Kulturschaffende aufbauen

Das Aktionskomitee Schwyz Kultur vernetzt Kulturschaffende, nimmt Stellung zu kulturpolitischen Anliegen, verfolgt gemeinsame Interessen und setzt neue Impulse. Das Aktionskomitee arbeitet in überschneidenden Bereichen mit dem Verein SchwyzKulturPlus zusammen. So können Synergien genutzt und breit abgestützte Lösungen gefunden werden. Das Komitee freut sich auf eine zahlreiche Teilnahme und engagierte Diskussionen.

Bote der Urschweiz, 9. Mai 2018

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/erster-kulturtisch-diesen-samstag/feed/ 0
1. Kantonaler Kulturtisch https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/1-kantonaler-kulturtisch/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/1-kantonaler-kulturtisch/#respond Sun, 15 Apr 2018 11:00:39 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3091 1. Kantonaler Kulturtisch

Das Schwyzer Aktionskomitee Kultur lädt alle Kulturschaffenden, Kulturinteressierten und Kulturliebhaber zum 1. Kulturtisch in Seewen und Freienbach ein:
 
Datum und Ort
Samstag 12. Mai, 13.30 bis ca. 17.00 Uhr
Gaswerk, Bahnhofstr. 180b, 6423 Seewen

Samstag 2. Juni, 13.30 bis ca. 17.00 Uhr
Restaurant Ried, Kantonsstr. 161, 8807 Freienbach

Themen 
Das Aktionskomitee Schwyz stellt sich vor
Herausforderungen in der Schwyzer Kultur
Diskussion und Workshop

Kulturtisch – ein Aufruf
Der Kulturtisch ist Einladung und Aufruf an Schwyzer Kulturschaffende, welche überzeugt sind, dass die Beibehaltung des kulturpolitischen Status Quo im Kanton Schwyz keine Alternative sein kann und dass Kulturschaffen eine Bündelung seiner Interessen benötigt. Der Kulturtisch bietet Kulturschaffenden die Möglichkeit sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam Herausforderungen anzugehen.

Aktionskomitee Schwyz Kultur
Das Aktionskomitee vernetzt Kulturschaffende, nimmt Stellung zu kulturpolitischen Anliegen, verfolgt gemeinsame Interessen und setzt neue Impulse. Das Aktionskomitee arbeitet in überschneidenden Bereichen mit dem Verein SchwyzKulturPlus zusammen. Das Komitee ist überparteilich – betreibt keine Parteipolitik und gibt keine Wahlempfehlungen ab.

Das Aktionskomitee freut sich auf eine zahlreiche Teilnahme (es ist keine Anmeldung erforderlich. Wir würden uns bei Interesse über eine Mail freuen).

Erhard Sigrist, Jonathan Prelicz und Mathias Bachmann
Vorstand AKSK

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/1-kantonaler-kulturtisch/feed/ 0
Kultur bekommt eine politische Stimme https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-bekommt-eine-politische-stimme/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-bekommt-eine-politische-stimme/#respond Fri, 16 Mar 2018 10:28:27 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3084 Kanton Der Verein SchwyzKulturPlus nimmt das Aktionskomitee Schwyz Kultur in seinen Vorstand auf. Damit will die Kulturdachorganisation eine Lobby schaffen, um kulturpolitischen Anliegen im Kanton mehr Gewicht zu verleihen.

Präsident Peter Reuteler zog an der Generalversammlung von SchwyzKulturPlus gestern Abend folgendes Fazit: «Wir müssen unsere Kräfte bündeln.» Damit nahm er Bezug auf die im letzten Jahr verlorene Abstimmung über die Kündigung der interkantonalen Kulturvereinbarung. Damals wurde zwar versucht, alle kulturell tätigen Institutionen, Vereine und Personen im Kanton Schwyz für den Abstimmungskampf zu mobilisieren, geklappt hat dies aber mehr schlecht als recht. Die formierte IG Kultur wurde zu kurzfristig aufgestellt und hatte zu wenig Schlagkraft.

Dies soll sich nun ändern. SchwyzKulturPlus als oberster Kulturverein des Kantons hat mit der IG Kontakt aufgenommen und konnte gestern den rund 50 Anwesenden im Hotel Weisses Rössli in Brunnen einen Vorschlag präsentieren, wie der Kultur in der kantonalen Politik in Zukunft eine Stimme gegeben werden könne, die auch gehört wird. Die Mitglieder haben ohne Gegenstimme beschlossen, dass das neu gegründete «Aktionskomitee Schwyz Kultur» als Untergruppe im Vorstand Einsitz nehmen soll.

Nach einer Probephase von einem Jahr entscheidet dann die GV, ob im Vorstand von SchwyzKulturPlus dem Komitee ein fixer Platz geschaffen werden soll. Wie der ehemalige Regierungsrat Reuteler betonte, werde die Gruppierung selbstständig arbeiten und bleibe unabhängig könne aber vom Netzwerk und dem Austausch der etablierten Dachorganisation profitieren. Als erster Vertreter des «Aktionskomitees Schwyz Kultur» wird CVP-Kantonsrat Mathias Bachmann im Vorstand Einsitz nehmen. Der Küssnachter führte aus, dass «Schwyz dringend eine überparteiliche kulturpolitische Stimme braucht». Auch Regierungsrat Michael Stähli pflichtete zum Abschluss der Versammlung bei: «Die Kulturlobby in unserem Kanton ist förderungswürdig.»

Erstmals wird die neue Lobby am 12. Mai im «Gaswerk» in Seewen in Erscheinung treten. Dann findet die erste Ausgabe des Kantonalen Kulturtisches statt, an dem gemeinsame politische Ziele erarbeitet werden sollen.

Finanziell steht SchwyzKulturPlus solide da: Bei einem Aufwand von 183000 Franken resultierte 2017 ein Gewinn von rund 13000 Franken. Das Vereinskapital beträgt somit neu 104000 Franken.

Weiter ist nach dem Rücktritt von David Clavadetscher, Brunnen, für das Ressort Werbung/Grafik neu Sara Jäger, Pfäffikon, gewählt worden. In ihrem Amt bestätigt wurden Kassier Peter Geisser, Katrin Odermatt (Arbeitsgruppe Kunst) und Dominik Hüppin (Musik).

 

Schwyzer Kompositionen mit Narrentanz geplant

Im Vereinsjahr 2018 sind neun öffentliche Anlässe vorgesehen. Neben dem Wettbewerb für Nachwuchsbands BandXsz, einem Architekturspaziergang in Steinen (16. Mai) und einem Podium mit Margrit Schriber (7. September) findet vom 20. bis am 22. April wieder das kantonale Kulturwochenende mit 160 Anlässen statt. In diesem Rahmen feiert dann auch der Film «Das Schmieden von Trychlen» in Muotathal Premiere.

Ebenso wurde auch schon auf das Jahr 2019 vorausgeblickt. Dann ist aus dem Ressort Musik wieder ein Leckerbissen zu erwarten, wenn das Blasorchester Siebnen extra für diesen Anlass arrangierte Schwyzer Kompositionen auf die Bühne bringt unter anderem soll da auch der Narrentanz eingebaut werden.

Bote, 16. März 2018
Christoph Clavadetscher

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-bekommt-eine-politische-stimme/feed/ 0
Schwyzer Kultur formiert sich nach Niederlage neu https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/schwyzer-kultur-formiert-sich-nach-niederlage-neu/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/schwyzer-kultur-formiert-sich-nach-niederlage-neu/#respond Thu, 04 Jan 2018 10:26:56 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3043 In der Schwyzer Kulturszene laufen Gespräche, ob und wie eine neue Interessengemeinschaft ins Leben gerufen werden soll. Jonathan Prelicz will bald mit konkreten Ideen vor die Öffentlichkeit.

Es war absehbar und trotzdem schmerzhaft: Im vergangenen Herbst entschied an der Urne eine Mehrheit der Schwyzer Stimmberechtigten, dass der interkantonale Kulturlastenausgleich nicht mehr aus dem ordentlichen Budget, sondern nur noch via Lotteriefonds bezahlt wird. Die Schwyzer Kulturschaffenden drangen mit ihren Argumenten im Abstimmungskampf nicht durch. Sie fürchteten, dass der Lotteriefonds künftig weniger Geld für die Schwyzer Kultur übrig lässt, weil das Geld für den Lastenausgleich benötigt wird.

Der Abstimmungskampf machte aber vor allem klar, dass die Schwyzer Kultur keine Lobby in der Politik hat. Schon am anderen Tag war für SP-Kantonsrat Jonathan Prelicz, der selber Opernsänger und damit als Kulturschaffender betroffen ist, klar, dass hier Handlungsbedarf besteht. Er kündigte an, dass im Kanton Schwyz nach Luzerner Vorbild eine Interessengemeinschaft Kultur (IG Kultur) ins Leben gerufen werden soll.

Jetzt, rund zwei Monate nach der Abstimmung, werden die Pläne konkret. Es laufen derzeit nicht nur zahlreiche Gespräche. Sondern auch erste Ideen lägen auf dem Tisch, erklärt Prelicz auf Fragen des «Boten». Die Ideen seien allerdings im Moment noch nicht spruchreif. Prelicz: «Die Stossrichtung ist klar. Wir möchten eine Institution schaffen, die sich für die politischen Anliegen der Künstlerinnen und Künstler einsetzt.»

Einvernehmliche Lösung für alle gesucht

Es werde derzeit ein neues Projekt aufgegleist. Ob daraus am Schluss eine eigenständige Organisation werde, dies in Zusammenarbeit mit dem Verein SchwyzKulturPlus oder sogar als intergrierte Gruppe in diesem Verein aufgestellt werde, sei Gegenstand der Gespräche, so der Arther SP-Kantonsrat. «Ich bin zuversichtlich, dass wir zusammen eine gute Lösung finden, die ganz im Sinne der Schwyzer Kulturschaffenden ist.»

Dass die Ideen auf einem guten Weg sind und am Schluss eine Lösung erreicht wird, die die Interessen der Kulturschaffenden, und damit der Verlierer aus dem Abstimmungskampf, befriedigt, scheint derzeit von niemandem bezweifelt zu werden. Die Gespräche mit dem Vorstand des Vereins SchwyzKulturPlus seien jedenfalls sehr aufschlussreich und vielversprechend verlaufen, macht denn auch Prelicz klar. Beide Gruppen seien «sehr daran interessiert, dass keine voreiligen Schlüsse gezogen werden und dass die Lage in der Schwyzer Kulturlandschaft im Bereich Politik gründlich analysiert wird». Weitere Gespräche sind deshalb unmittelbar geplant.

Noch wird mit Werbung zugewartet

Der Kreis der Interessierten nimmt derzeit offenbar zu. Es hätten sich bereits einige Kulturschaffende gemeldet und Rückmeldungen eingereicht, erklärt Prelicz. «Da wir in der Projektierungsphase sind, haben wir mit dem aktiven Werben noch nicht begonnen. Wir müssen abwarten, wie das Gefäss überhaupt aussieht, bevor wir mit der Mitgliederwerbung beginnen», sagt der Arther. Er sei aber zuversichtlich, dass «wir schon bald mit konkreten Vorschlägen an die Öffentlichkeit treten können».

Hintergrund der Bemühungen ist der flaue Abstimmungskampf, den die Kunstschaffenden und der Verein SchwyzKulturPlus damals führten. Weil sich bei der Finanzierung für die Schwyzer nichts ändere, habe man sich damals zurückgehalten, erklärte SchwyzKulturPlus-Präsident Peter Reuteler.

Jürg Auf der Maur
Bote, 4. Jan. 2018

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/schwyzer-kultur-formiert-sich-nach-niederlage-neu/feed/ 0
Künstler-IG soll in Zukunft helfen https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/ig-kultur-schwyz/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/ig-kultur-schwyz/#respond Tue, 26 Sep 2017 10:50:29 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3030 Kulturlastenausgleich – Noch dieses Jahr wollen Schwyzer Kulturschaffende mit der IG Kultur eine neue Plattform ins Leben rufen. Das soll für eine bessere Vernetzung sorgen.

So klar wie das Resultat beim Urnengang am Sonntag war, so flau war der Abstimmungskampf, der dem Abstimmungssonntag vorausging. Es schien, als sollte eine Debatte über Kunst und Kultur vermieden werden. Künftig wird der Kanton Schwyz den Kulturlastenausgleich zwar weiterhin noch bezahlen. Doch das Geld wird nicht mehr aus der ordentlichen Kasse, sondern aus dem Lotteriefonds entnommen.

Zwar machten die Jugendverbände und einige Kulturschaffende mit Einträgen in den sozialen Medien auf ihre Argumente und Ängste aufmerksam, doch ein breiter Diskurs wurde nicht ausgelöst. Weder einzelne Kantonalverbände noch Interessenvertretungen der Künstler liessen sich breit verlauten.

IG Kultur nach Luzerner Vorbild

Jonathan Prelicz, Opernsänger und SP-Kantonsrat, gibt denn auch unumwunden zu, dass von einem eigentlichen Abstimmungskampf nicht die Rede sein könne. Er ortet verschiedene Gründe für diese Malaise: «Wir hatten vor allem nur wenig Zeit, zumal noch die Sommerferien in die Phase zwischen dem Kantonsratsentscheid und dem Abstimmungstermin fielen.» Das Hauptproblem seien jedoch die «fehlenden Strukturen» zwischen den einzelnen Kulturschaffenden gewesen. Es habe viel zu lange gedauert, bis man sich gefunden und organisiert habe. Prelicz: «Die Vernetzung auch zwischen den Verbänden fehlt.»

Das soll nun ändern. Die Kulturschaffenden haben schon vor dem Abstimmungssonntag beschlossen, dass nun etwas gehen muss. «Noch dieses Jahr wollen wir die IG Kultur ins Leben rufen.» Die Interessengemeinschaft für Schwyzer Kulturschaffende soll sich am Vorbild von Luzern orientieren, wo bereits seit Jahren eine solche Institution dafür sorgt, dass die Kultur schnell und gemeinsam antreten kann, wenn die Politik gegen ihre Bedürfnisse und Wünsche Entscheide fällt.

«IG Kultur» ist im Moment aber nicht mehr als ein Arbeitstitel. Auch inhaltlich ist noch nicht klar, wie genau und mit welcher Zielsetzung eine solche IG entstehen soll. «Wir suchen zuerst auch das Gespräch mit bestehenden Verbänden, um den Puls zu fühlen.»

Der Verein SchwyzKulturPlus winkt bereits ab

«Aus meiner Sicht fehlt das Bedürfnis für eine solche IG», winkt Peter Reuteler, Präsident von SchwyzKulturPlus ab. «Wir sind ein Dachverband der Schwyzer Kulturschaffenden und hoffen, noch grösser zu werden», erklärt er.

SchwyzKulturPlus habe sich im Abstimmungskampf bewusst zurückgenommen, weil aus seiner Sicht eben gar kein Problem bestanden habe. Die Regierung wolle die Kulturlasten weiter entrichten, aber nun einfach aus dem Lotteriefonds. Dieser sei im Übrigen ja gut gefüllt. Auch Reuteler findet es zwar schade, dass mit dem Entscheid ein Imageschaden für den Kanton Schwyz entstehen könne. Er ist aber überzeugt, dass sich die Aufregung schnell wieder legt, wenn man sehe, dass Schwyz weiterhin an die Kulturhäuser in Zürich und Luzern bezahle.

Der Verein SchwyzKulturPlus wurde 2002 gegründet und versteht sich als offizieller Ansprechpartner und als Forum für alle kulturell engagierten Schwyzer.

 

IG Kultur Schwyz

«Es fehlt das Bedürfnis für eine solche IG.»

Peter Reuteler

Präsident SchwyzKulturPlus

«Das Problem waren die fehlenden Strukturen.»

Jonathan Prelicz

SP-Kantonsrat Arth

 

Bote, 26.9.2017
Jürg Auf der Maur

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/ig-kultur-schwyz/feed/ 0
Was läuft schief im Lande Schwyz? https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-laeuft-schief-im-lande-schwyz/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-laeuft-schief-im-lande-schwyz/#respond Fri, 15 Sep 2017 09:28:36 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3017 (Zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen)

Mit dem Blick eines Aussenstehenden ist es schwer nachvollziehbar, warum der Kanton Schwyz aus der Kulturvereinbarung mit seinen urbanen Nachbarkantonen aussteigen will. Sind dafür wirklich finanzielle Gründe ausschlaggebend? Was ist mit den Meldungen über neu im Kanton Schwyz sich niederlassende Supermillionäre? Und brüstet sich nicht stellvertretend für den gesamten Kanton die Gemeinde Schwyz auf ihrer Webseite mit ihrem grossen Reichtum? „Zum typischen Charakter von Schwyz gehören aber nicht nur das historische Zentrum, sondern ebenso die am Rande des Dorfes verstreuten zahlreichen stattlichen Patrizierhäuser aus dem 17./18. Jh., teilweise kleine Schlösschen mit eigener Kapelle und Ringmauer. Insgesamt sind es an die dreissig dieser Prachtsbauten, die fast alle noch in Privatbesitz sind. Viele von ihnen sind Zeugen der einst blühenden Reisläuferei (fremde Kriegsdienste), die mancher Schwyzer Familie zu Ruhm und Reichtum verhalf.“ www.gemeindeschwyz.ch, unter Portrait, „Geschichte“.

Geld? Was läuft schief im Lande Schwyz, dass trotz der gloriosen Vergangenheit und den neoliberalen Lockrufen der gegenwärtigen Finanzpolitik gespart werden muss? Wollen sich die Erben der aristokratischen Eliten mit den weiterhin ertragreichen Ländereien hinter jenen Mauern verstecken, welche auf der blutigen Reisläuferei aufgebaut sind? Und sollen global operierende Konzerne dermassen begünstigt sein, dass Ihre lokale Wirkung viel zu klein bleibt? Verantwortung? Wenn ich hier nun „positive“ Nebenaspekte des Söldnertums erwähne, will ich keinesfalls die Ausbeutung der Untertanen durch die Kriegsherren verharmlosen. Ich möchte mit dem Heranziehen des internationalen Austausches, was diese Kriegsdienste bei aller Brutalität auch waren, auf die Offenheit und Neugier der Schwyzerinnen und Schwyzer hinweisen. Sie vermag Fremdes und Einheimisches auf eigenständige Art zu verbinden. War Schwyz als landwirtschaftlich ausgerichtete Voralpenregion mit wenig zählbaren Rohstoffen und Industrie nicht schon immer auf gute Kommunikationswege und Tauschhandel angewiesen? Wie sonst wäre das diatonische Akkordeon von Wien nach Schwyz gekommen und vor gar nicht langer Zeit zum sogenannten Schwyzerörgeli geworden? Will die rechtsbürgerliche Mehrheit in Regierung und Parlament die kulturelle Abschottung tatsächlich als zukunftsweisend anpreisen? Soll also dieser Austausch, wie er im wirtschaftlichen, technischen und kulinarischen Bereich als selbstverständlich gilt, in der Kultur plötzlich nicht mehr wichtig sein? Mit der Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen wird die Aushöhlung des Gemeinwesens zugunsten des Privatbesitzes fortgesetzt und das völlige Austrocknen des bereits kargen Nährbodens provoziert. Mit dem Anzapfen von Geldern aus dem Lotteriefonds würde die wichtige Basisarbeit in den Vereinen gefährdet. Die Unterstützung für Kunst, Jugendarbeit, Natur und Sport wäre damit in wenigen Jahren drastisch reduziert. Als Kunstschaffender konnte ich bereits mehrfach von der Schwyzer Kulturförderung profitieren. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die paradoxe Situation überwunden wird, in der man sich mit wahnwitzigem Reichtum brüstet, dem Gemeinwohl jedoch die wichtigen öffentlichen Ressourcen entzieht. Mit einem klaren NEIN zur Kündigung der Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen entscheiden sich die Schwyzerinnen und Schwyzer für ein vielfältiges und lebendiges Kultur- und Vereinsleben, das auch in Zukunft wachsen und blühen kann.

Bruno Steiner, Künstler, Basel, aus Schwyz

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/was-laeuft-schief-im-lande-schwyz/feed/ 0
Nochmaliger Aufruf an alle Frauen https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nochmaliger-aufruf-an-alle-frauen/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nochmaliger-aufruf-an-alle-frauen/#respond Thu, 14 Sep 2017 09:26:46 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=3014 Liebe Schwyzer Frauen

jede Stimme zählt. “In einem Staat, wo das Geld alles ist, ist die Tugend nichts“, genauso schamlos kommen die beiden kantonalen Abstimmungsvorlagen daher. Entgegen der Meinung der FDP Parteipräsidentin ist es uns Frauen nicht egal aus welcher Kasse die überregionalen Kultureinrichtungen künftig finanziert werden. Die 15 Millionen! im Lotteriefonds sind dank dem Kulturlastenvertrag für die Bereiche Sport, Kultur und Sozialer Wohlfahrt bestimmt. Sie sind somit auf dem Buckel all Jener erwirtschaftet, die regelmässig, pflichtbewusst riesige Pensen an vorbildlicher Freiwilligenarbeit in diesen Gesellschaftsbereichen erbringen. Leistungen die ohne das Mitwirken von uns Frauen schlicht nicht getätigt werden könnten und uns alle bis ans Limit fordern. Es braucht schon ein beträchtliches Mass an Borniertheit diese Gelder nun quasi durch die Hintertüre der leeren Staatskasse zu zuführen. Dabei ist es müssig Frau Parteipräsidentin über den Wert der Kultur zu lamentieren. Der reiche Kanton Schwyz steht punkto Kulturförderung fast an letzter Stelle, foutiert sich darum überregionale Kultureinrichtungen zu unterstützen, bezahlt null Franken an die regionalen Musikschulen, Kulturräume oder geeignete Lokalitäten sind rar und grossmehrheitlich für jegliche Art der Benützung kostenpflichtig. Es versteht sich von selbst, dass da jede gesicherte Hilfe und Unterstützung Gold wert ist. Kultur ist Bildung und somit Staatsauftrag, genauso wie die Fürsorge für Bedürftige auch!

Unsere Regierung verdient keinen Blankoscheck zum Zugriff auf die Gelder aus dem Lotteriefonds. Sie handelt weder verantwortungsvoll noch ist sie glaubwürdig. Sie hat es geschafft innert kürzester Zeit fast das gesamte Staatsvermögen zu verschleudern ohne nennenswerten Gewinn für die Bevölkerung. Mit dem NFA entgehen dem Kanton Millionenbeträge zu Lasten Aller. Trotzdem scheut man sich die eigentlichen steuerprivilegierten Verursacher zur Kasse zu bitten. Nun, als der Weisheit letzter Schluss sollen jetzt die Vereinskassen von Kultur und Sport und den sozialen Organisationen geplündert werden; Gelder die der Entwicklung, der Gesundheit und dem Wohle von Klein und Gross, Jung und Alt zu Gute kommen. Jetzt reicht’s!

Liebe Schwyzer Frauen, zusammen mit Allen die sich unermüdlich für eine lebendige und wertvolle Dorfkultur und echten Gemeinschaftssinn einsetzen sagen wir entschieden NEIN zum miesen Kulturabbau im reichen Kanton Schwyz. Wir sagen ebenfalls klar NEIN zur Gesetzesaufhebung für die Wohnbauförderung, damit auch den Schwächsten in unserer Gesellschaft ein selbstbestimmtes Leben in Würde möglich ist.

Schönbächler Theres Siebnen / Mitglied Blasorchester Siebnen & Frauengemeinschaft Siebnen.

]]>
https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/nochmaliger-aufruf-an-alle-frauen/feed/ 0