Komitee Redaktion – Archivseite zur Abstimmungskampagne vom 24. September 2017 https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch Tue, 27 Jun 2017 13:35:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.2.8 Künstler kritisieren Kündigung https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kuenstler-kritisieren-kuendigung/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kuenstler-kritisieren-kuendigung/#respond Wed, 07 Jun 2017 11:55:36 +0000 http://politics.themerex.net/?p=1704 Der Kantonsrat will den Kulturlastenausgleich kündigen. Damit setze der Kanton falsche Zeichen gegen aussen wie nach innen, kritisiert eine Kultur-Allianz. Eine Merlischacherin erklärt deren Haltung.  Der Regierungsrat will die vereinbarten Beiträge an die überregionale Kultur künftig aus dem Lotteriefonds entrichten – so wie er es bereits mit Unterstützungsbeiträgen ans heimische Schaffen tut. Was stört Sie daran?
Katrin Odermatt*: Ich würde lieber woanders anfangen: beim Kulturlastenausgleich. Kündigt der Kanton den Kulturlastenausgleich, setzt er komplett falsche Zeichen. Gegen aussen wie nach innen.

Auch nach einer Kündigung würden überregionale Beiträge bezahlt, einfach aus einem anderen Topf. Das versprach Bildungsdirektor Michael Stähli zumindest an der Kantonsratssitzung. Zweifeln Sie daran?
Dies ist keine tragbare langfristige Lösung. Und es stellt sich die Frage, ob das auf Kosten der Schwyzer Kulturschaffenden geht?

Auch Nid- und Obwalden entrichten die Kulturlasten aus dem Lotteriefonds …
Nachdem Schwyz federführend bei der Ausarbeitung des Kulturlastenausgleichs war und diesen im Gegensatz zu anderen Kantonen in Kraft gesetzt hat, ist es falsch, diesen nun wieder zu kündigen. Durch dieses Signal gerät unter Umständen die ganze Kulturlastenaufteilung und die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen aus dem Gleichgewicht. Gerade im Moment, wo überall in der Kultur gespart wird, was Kulturschaffende und Kulturinstitutionen stark verunsichert.

Im Falle einer Kündigung würde aus dem ordentlichen Kantonsbudget kein einziger Franken mehr in die Kultur fliessen. Sie sagen, eine ausgewogene Kulturunterstützung sieht anders aus. Wie?
Indem sich der Kanton ganz explizit zur Kultur bekennt und sie finanziell mehr unterstützt. Im Kanton Schwyz wird bekanntlich schweizweit pro Kopf am wenigsten für die Kultur ausgegeben. Schön wäre, wenn es einen Kulturartikel gäbe, das heisst in der Kantonsverfassung verankert ist, dass Kultur zu unterstützen sei. Wäre der Wille da, könnte man das heute bereits vermehrt tun. Schon in der Bundesverfassung wird festgehalten, dass Kultur unterstützt werden muss.

Nichtsdestotrotz stimmte der Kantonsrat mit 55 zu 28 Stimmen für die Kündigung des Kulturlastenausgleichs. Haben Sie mit diesem Ergebnis gerechnet?
Ich hatte gehofft, dass es nicht zur Kündigung kommen würde.

Weil das erforderte Quorum nicht erreicht wurde, wird das Volk über die Gesetzesänderung entscheiden – womit sich ihr angedrohtes Referendum erübrigt. Hat sich Ihre Arbeit damit erledigt?
Nein. Jetzt werden wir das Volk davon überzeugen, den Kulturlastenausgleich beizubehalten.

Mit welchen Argumenten wollen Sie die Stimmbürger dazu bewegen?
Bei Einnahmen von gegen 1 Mia. Franken und einem positiven Rechnungsabschluss 2016 sind wir überzeugt, dass kein Bedarf besteht, diese Ausgabe von nicht einmal 2 Mio. Franken zu streichen. Zweitens werden wir im Abstimmungskampf die Bedeutung der Kultur hervorstreichen: Bauern kultivieren die Erde, die Kulturschaffenden den Geist.

*Katrin Odermatt aus Merlischachen ist Co-Präsidentin des Berufsverbands visarte zentralschweiz.

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Der Kanton Schwyz will die Kultur in Zukunft nur noch aus dem Lotteriefonds unterstützen https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/der-kanton-schwyz-will-die-kultur-in-zukunft-nur-noch-aus-dem-lotteriefonds-unterstuetzen/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/der-kanton-schwyz-will-die-kultur-in-zukunft-nur-noch-aus-dem-lotteriefonds-unterstuetzen/#respond Thu, 01 Jun 2017 08:47:23 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2409 und nicht mehr aus der Staatskasse. Der Kantonsrat hat entschieden, dass sich Schwyz aus dem sogenannten Kulturlastenausgleich mit den Kantonen Luzern, Zug Aargau und Zürich verabschiedet.

  ]]> https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/der-kanton-schwyz-will-die-kultur-in-zukunft-nur-noch-aus-dem-lotteriefonds-unterstuetzen/feed/ 0 Es muss gespart werden https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/es-muss-gespart-werden/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/es-muss-gespart-werden/#respond Thu, 01 Jun 2017 08:09:50 +0000 http://kulturabbau-nein.ch/?p=2398 Sendung mit Dani Häusler, Musik und Sara Stäuble, Film vom 1. Juni 2017, Radio Central

  ]]> https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/es-muss-gespart-werden/feed/ 0 Grosse Kulturinstitutionen fehlen im Kanton Schwyz https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/grosse-kulturinstitutionen-fehlen-im-kanton-schwyz/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/grosse-kulturinstitutionen-fehlen-im-kanton-schwyz/#respond Wed, 31 May 2017 11:47:59 +0000 http://politics.themerex.net/?p=1521 Grosse Kulturinstitutionen fehlen im Kanton Schwyz. Darum gehen die Leute nach Luzern ins KKL oder nach Zürich ins Opernhaus. Darum bezahlt Schwyz den Kulturlastenausgleich. Jetzt möchte die Schwyzer Regierung aber diesen Ausgleich für die auswärtigen Kulturinstitutionen nicht mehr von den Steuergeldern zahlen, sondern aus dem Lotteriefonds.Gegen diesen Entscheid wehren sich nun die Kulturschaffenden aus der ganzen Zentralschweiz.  

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Starke Kultur-Allianz wehrt sich gegen Schwyzer Regierungspläne https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/starke-kultur-allianz-wehrt-sich-gegen-schwyzer-regierungsplaene/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/starke-kultur-allianz-wehrt-sich-gegen-schwyzer-regierungsplaene/#respond Tue, 30 May 2017 11:44:14 +0000 http://politics.themerex.net/?p=1511 Die vom Schwyzer Regierungsrat geplante Kündigung des Kulturlastenausgleichs stösst in der Zentralschweizer Kulturszene auf grossen Widerstand. Berufsverbände und Vereine sowie zahlreiche Zentralschweizer Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten Sparten wehren sich vehement gegen die damit verbundenen Sparmassnahmen.

Erst 2013 bestätigte der Schwyzer Kantonsrat anlässlich einer Abstimmung den Verbleib im interkantonalen Kulturlastenausgleich. Damit unterstrich er die hohe Bedeutung des überregionalen Kulturangebots für die Standortqualität des Kantons Schwyz. Der Kanton Schwyz leistete dazu Beiträge an Kultureinrichtungen der Kantone Luzern und Zürich. Nur vier Jahre später schlägt der Regierungsrat nun vor, diese Vereinbarung zu kündigen. Neu sollen die Beiträge in Höhe von rund zwei Millionen Franken auf freiwilliger Basis aus dem Lotteriefond finanziert werden. Morgen Mittwoch, 31.05.2017, wird im Schwyzer Kantonsrat darüber abgestimmt.

Diese geplante Sparmassnahme stösst in verschiedenen Lagern auf grossen Widerstand. Eine Allianz von Kulturschaffenden aus den unterschiedlichsten Sparten äussert sich gegen das Vorhaben des Schwyzer Regierungsrats. Auch die Berufsverbände ACT Zentralschweiz (Berufsverband der freien Theaterschaffenden) und visarte zentralschweiz (Berufsverband der visuellen Künstlerinnen und Künstler), die Künstlervereinigung Kunst Schwyz sowie der Verein Film Zentralschweiz und die IG Kultur Luzern wehren sich gegen die geplante Kündigung.

Die Berufsverbände und Vereine sowie zahlreiche Kulturschaffende befürchten, durch den Ausstieg aus der Vereinbarung die gesamte interkantonale kulturelle Zusammenarbeit zu gefährden.

Genauso drastisch schätzen die Kulturschaffenden die symbolische Tragweite der geplanten Kündigung ein. Durch den offiziellen Ausstieg aus dem Kantonalen Kulturlastenausgleich und die finanzielle Umlagerung, sendet der Kanton Schwyz ein trauriges Signal an die kantonale und überregionale Kulturförderung. Kein einziger Franken aus dem ordentlichen Budget würde dadurch in die Kultur fliessen. Eine langfristig tragfähige Lösung im Sinne einer ausgewogenen Kulturunterstützung sieht anders aus.

Die Allianz der Kulturschaffenden sowie der Berufsverbände und Vereine fordern den Schwyzer Kantonsrat dazu auf, auf den Ausstieg aus dem Kulturlastenausgleich zu verzichten und damit auf die geplante Freiwilligkeit der innerkantonalen Kulturförderung und die Kostenverschiebung auf den Lotteriefond.

Karin Mairitsch und Katrin Odermatt, Co-Präsidentinnen visarte zentralschweiz
Patric Gehrig und Manuel Kühne, Co-Präsidenten ACT Zentralschweiz
Sara Jäger, Präsidentin Kunst Schwyz
Maria Müller, Präsidentin Film Zentralschweiz
Urs Bugmann, Präsident IG Kultur Luzern

 

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Kultur-Allianz wehrt sich gegen Regierungspläne https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-allianz-wehrt-sich-gegen-regierungsplaene/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kultur-allianz-wehrt-sich-gegen-regierungsplaene/#respond Sat, 27 May 2017 11:47:01 +0000 http://politics.themerex.net/?p=1519 Die Regierung will den interkantonalen Kulturlastenausgleich kündigen. Dagegen formiert sich nun grosser Widerstand. Schwyzer Künstler aller Sparten wehren sich – auch aus Prinzip.Die drohende Kündigung des Kulturlastenausgleichs ruft die Schwyzer Kulturszene auf den Plan. Eine Allianz wehrt sich gegen das Vorhaben. Darin vertreten sind bekannte Schwyzer Persönlichkeiten aller Sparten, vom Volksmusiker bis zum Performance-Künstler (siehe Box). Täglich kommen weitere Personen aus allen Genres dazu.

Der Grund: Der Regierungsrat beabsichtigt im Zuge der Sparmassnahmen, den interkantonalen Kulturlastenausgleich zu kündigen. In Zukunft soll nur noch auf freiwilliger Basis ein Beitrag in
der Höhe von 1,8 Mio. Franken an die überregionalen Kultureinrichtungen der Kantone Zürich und Luzern geleistet werden. Neu sollen die Gelder zudem dem Lotteriefonds anstatt der Staatskasse entnommen werden (der «Bote» berichtete). Für nächsten Mittwoch ist das Geschäft im Kantonsrat traktandiert.

Die kantonale Kultur ist – um es reisserisch auszudrücken – in Gefahr.

Andrea Suter

Andrea Suter
Künstlerin aus Arth

Es ist ein Märchen, dass gleich viel Geld fliessen wird.

Mischa Camenzind
Künstler aus Gersau

«Wir wehren uns dagegen, da der Kanton Schwyz schon jetzt die tiefsten Pro-Kopf-Kulturausgaben der ganzen Schweiz aufweist», erklärt der Gersauer Künstler Mischa Camenzind stellvertretend
für all seine Kolleginnen und Kollegen. Einmal mehr stehle sich der Kanton aus seiner Verantwortung.

Einerseits geht es der Allianz stark um die prinzipielle Haltung. Sie kritisiert, dass sich der Kanton mit dieser Umlagerung gänzlich aus der Kulturförderung zurückziehe. «Das ist ein trauriges Signal an die Wertschätzung der Kultur», sagt etwa die Arther Künstlerin Andrea Suter.

Diese Kulturschaffenden wehren sich

Dani Häusler, Volksmusik
Markus Flückiger, Volksmusik
Aron Lötscher, Volksmusik
Alvaro Schoeck, Regie
Sophie Stierle, Regie
Andrea Suter, bildende Kunst
Mischa Camenzind, bildende Kunst
Diana Seeholzer, bildende Kunst
Regula Trutmann, bildende Kunst
Alfons Bürgler, bildende Kunst
Ida Dober, bildende Kunst
Erhard Sigrist, Performance
Martina Kalchofner, bildende Kunst
Bruno Steiner, bildende Kunst
Beat Reichlin, bildende Kunst
Silvio Ketterer, visuelle Gestaltung
Franziska Amstad, Galeristin
Michael Krummenacher, Film
Thomas Horat, Film
Sara Stäuble, Film
Claudia Steiner, Film
Janine Schranz, Fotografie
Blanca Imboden, Literatur
Martina Clavadetscher, Literatur
Ebenso glauben sie, dass die finanzielle Verlagerung ein Trugschluss sei. «Da derzeit die gesamte kantonale Kulturförderung aus dem Lotteriefonds kommt, wird es in diesem Pott sehr bald sehr eng. Die kantonale Kultur ist – um es reisserisch auszudrücken – in Gefahr», so Suter. Insbesondere, da sich die Kulturbranche auf kein kantonales Kulturgesetz stützen könne. «Die Schwyzer Kultur ist auf diese Lotteriegelder angewiesen», betont Suter. Die Angst ist also gross, dass die Unterstützungsbeiträge ans heimische Schaffen auf der Strecke bleiben.

Der Regierungsrat schätzt zwar, dass die Zahlungen für die Schwyzer Kulturförderung in einem Zeithorizont von zehn Jahren nicht gefährdet seien. Camenzind traut dem aber nicht: «Der Lotteriefonds ist ein schönes Feigenblatt. Es ist ein Märchen, dass gleich viel Geld fliessen wird. Wenn sich immer mehr aus dem Lotteriefonds bedienen, wird dieser mit Sicherheit schrumpfen, und irgendwann wird nicht mehr genug für alle da sein.»

Die Allianz weist auch darauf hin, dass alle Kulturschaffenden davon betroffen seien – vom Volksmusikanten und Laienschauspieler über den bildenden Künstler bis zur Literatin.

Ein Referendum ist sehr wahrscheinlich

Aufgrund der rechtsbürgerlichen Mehrheit im Rat ist die Kündigung des Abkommens sehr wahrscheinlich. Dennoch haben die Schwyzer Kunstschaffenden im Vorfeld bei den Kantonsräten probiert zu lobbyieren.

Wird der Kulturlastenausgleich dennoch gekündigt, wollen die Künstler ein Komitee bilden und das Referendum ergreifen, eine Unterschriftensammlung sei sehr wahrscheinlich. «Ja, wir prüfen
dies derzeit intensiv», bestätigt Suter. «Ganz einfach weil wir es als sehr wichtig erachten, dass die Politik ihre Verantwortung gegenüber dem Volk und dessen Kultur sowie Identität ernst nimmt», fasst Suter zusammen.

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Künstler üben harte Kritik https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kuenstler-ueben-harte-kritik/ https://kulturabbau.kunsthausschwyz.ch/kuenstler-ueben-harte-kritik/#respond Sat, 13 May 2017 11:45:35 +0000 http://politics.themerex.net/?p=1517 Der Schwyzer Regierungsrat will aus der interkantonalen Kulturlastenvereinbarung austreten. Die Beiträge in Höhe von 1,8 Millionen Franken an kulturelle Institutionen in Luzern und Zürich sollen neu aus dem Lotteriefonds kommen, um das Budget zu entlasten.

In Kunst- und Kulturkreisen löst das heftige Kritik aus: Wie gestern bekannt wurde, hat sich eine breite Allianz gebildet. Verschiedene Verbände und 67 Kulturschaffende aus der Zentralschweiz
begehren gegen die Idee auf. Unter anderem macht sich Visarte Zentralschweiz, der Berufsverband der visuellen Künstlerinnen und Künstler, gegen das Vorhaben stark. Co-Präsidentin Karin Mairitsch sagt auf Anfrage unserer Zeitung: «Kunst und Kultur sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Gleichzeitig halten sie ihr auch den Spiegel vor. Es kann nicht sein, dass ein Kanton dafür keine Mittel aus dem eigenen Budget aufwenden will.» Diese Symbolwirkung sei verheerend. Der Schwyzer Kantonsrat berät an seiner heutigen Session über das Geschäft.

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